Stolz - Teil 6 - Überlegenheitsempfinden
Überlegenheitsempfinden:
Ein klares Anzeichen für Überlegenheitsempfinden ist Selbstüberschätzung. Wir meinen manchmal vielleicht wir könnten ganz Deutschland erretten. Du kannst Deutschland nicht retten! Du kannst Deine Stadt nicht retten und Du kannst nicht einmal Deinen Bekannten erretten! Ich kenne Dich nicht, und möchte hier keinesfalls deine Hingabe zu Jesus schmälern. Doch oft nehmen wir uns selbst zu wichtig. So überschätzen wir uns und werden richtend und urteilen andere ab. Dies ist eine der Hauptursachen für Streitigkeiten unter den verschiedenen Denominationen. Jeder glaubt, dass seine Geistlichkeit die bessere sei. Die Kirche muss aufhören aus dem Fleisch heraus zur Einheit zu finden. Dazu sagt uns Paulus folgendes:
„Denn der Buchstabe tötet, der Geist aber macht lebendig.“ (2.Kor 3,6b; Rev. ELB)
Oft sprechen wir es nicht aus, aber insgeheim denken wir, wir wären besser als andere. Im Reich Gottes ist für fleischliches Machtgerangel allerdings kein Platz. Wie oft begegnen wir Geschwistern, bei denen es nur darum geht, wie viel Heiden doch wieder evangelisiert wurden. „Schaut her, meine Gemeinde wächst viel schneller…“. Dieser Kampf um Macht und Anerkennung ist nichts weiter als eine Frucht des Satans! Dieses Gerangel finden wir vor allem in der Tierwelt wieder. Der Teufel sieht es nur allzu gern, wenn wir uns wie die Tiere entblößen.
Es gibt verschiedene Formen dieses „Machtkampfes“. So finden wir ihn bei den „ganz Frommen“ als: „Was kannst Du mir schon erzählen, ich bin viel länger Christ als Du…“ und bei den „Liberalen“ entdeckst Du ihn als: „Ach sieh das doch alles nicht so eng…“. Fazit ist, dass in Gottes Schöpfungsordnung unumstößlich festgelegt ist: das ER ewig über allem und jedem steht; ER weiß alles und beurteilt alles.
Wer sind wir, dass wir uns anmaßen diese Ordnung neu festlegen zu wollen? Lass uns damit beginnen von UNSERER Vision zu sprechen anstatt von Deiner:
„Seid einmütig untereinander! Strebt nicht hoch hinaus, und seid euch auch für geringe Aufgaben nicht zu schade. Hütet euch vor Selbstüberschätzung und Besserwisserei.“ (Röm 12, 16; HfA)