Stolz - Teil 13 - Unbelehrbarkeit und Starrsinn

Veröffentlicht auf von Einfache Gemeinde Regensburg

Unbelehrbarkeit und Starrsinn:

 

Wir sind mit dem Pastor einer benachbarten traditionellen Gemeinde befreundet. Als wir ihm einen Buchauszug mit den Thesen zur Rückführung der Gemeinde zum Prinzip der Hauskirchen schickten, reagierte er äußerst ungehalten. Aus seiner Nachricht konnten wir entnehmen, dass er die Thesen noch nicht einmal gelesen haben konnte. So beschimpfte er uns der Rebellion gegen Leiterschaft, ohne sich weiter über unsere Umstände zu informieren. Es war unübersehbar, dass er sich in seiner „Machtposition“ angegriffen fühlte. Doch davon war nicht im Geringsten die Rede. Er lies uns spüren, dass er als Pastor wohl unfehlbar sei und er schließlich eine theologische Ausbildung genossen hatte. Erst als wir die religiösen Geister über ihm gebunden hatten, konnten wir uns wieder normal mit ihm unterhalten. Schließlich sah er seine Fehleinschätzungen ein. (Danke Jesus!). Wenn wir beginnen, uns auf unser ach so tolles theologisches Wissen anstatt auf den Heiligen Geist zu verlassen, so wird uns all die Ausbildung nicht weiterhelfen. Deine Theologische Ausbildung ist nur soviel Wert, wie Du sieh auch in den Maßstäben Jesu umsetzt! Die Lehre kann nicht unser Herz ersetzen. Ich fragte mal einen Pfarrer, was denn das Theologiestudium in der Praxis wirklich ausmacht (Simon Petrus hatte kein Diplom!).  Er antwortete mir verschmitzt und sehr offen: „Wenn Du Pech hast, Deinen geistlichen Tod.“. Damit möchte ich NICHT sagen, dass alle studierten Theologen geistlich tot sind. Im Gegenteil – wie man sieht gibt es auch sehr herzliche und ehrliche!

Wir dürfen auf keinen Fall den Herrn aus den Augen verlassen. Wie ich schon vorhin angesprochen habe, ist es sehr wichtig, dass wir nicht unsere so heißgeliebten Institutionen und Programme über Gott stellen. Ein brisantes Beispiel finden wir in der Katholischen Kirche. Es gibt dort sehr viele Kirchengesetze und Schriften, die die Bibel ergänzen sollen. Leider sind diese viel präsenter als das lebendige Wort und so haben Irrlehre und Gesetzlichkeit die Oberhand gewonnen. Es gibt eine Redewendung, die besagt: „Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er nicht…“. Da unser Gott sehr vielseitig ist, empfehle ich jedem von seinen Essgewohnheiten abgehend auch einmal etwas Neues auszuprobieren. Meine Tante meinte Jahre lang, dass sie kein Knoblauch mag. Eines Tages fragte sie, was das für ein leckerer Geschmack im Essen sei. Sie hatte bis dato einfach nur noch nie Knoblauch probiert und das Gerede anderer ohne zu prüfen zu ihrem eigenen gemacht. Hüte Dich also vor Unbelehrbarkeit und Starrsinn, denn dies ist Stolz und so entgeht Dir vielleicht das Beste!

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