Stolz - Teil 5 - Gott die Ehre rauben
Gott die Ehre rauben:
Selbst schon Johann Sebastian Bach schrieb vor jeder Komposition: „Jesus hilf“ auf das Notenpapier und am Ende jedes Stückes: „S.D.G.“[1]. Wir dürfen zu keinem Zeitpunkt vergessen, was Gott schon alles bereits für uns getan hat. Alles geschieht nur durch die Gnade Gottes! Stolz wird auch der „Gedächtnisschwund der Seele“ genannt. Der Teufel nutzt dies nur allzu gern, indem er Gedanken wie: „Das habe ich aber gut gemacht“ in dir nährt. Am besten widerstehst Du solchen Angriffen, indem Du es Dir zur Gewohnheit machst für ALLES und IMMER Gott zu danken. Der Feind wird sehr schnell vor Dir flüchten, da er es nicht gerne sieht wie Du Gott die Ehre gibst, anstatt sie zu rauben. Der Psalmist verstand dies auch auf wunderbare Weise.[2]
Meine Frau und ich fingen irgendwann an durch die Wohnung zu laufen und beständig zu rufen: „Preis dem Herrn! - Preis dem Herrn!“. Wir hatten begonnen Gott für „die kleinen Dinge des Alltags“ zu ehren. Dies wurde in kurzer Zeit zu einem Lebensstil. Anfangs waren unsere Mitbewohner noch etwas verstört, aber kurze Zeit später, übernahm dies unser Nachbar, der Jesus kurz zuvor kennen gelernt hatte. Kurze Zeit später erfuhr ich, dass unser Nachbar dieses Gottes-Lob nun auch beständig auf seiner Arbeitsstelle ausrief. Das interessante ist, dass er und auch wir in diesen Momenten immer von einer Art tiefer Freude erfasst wurden. Seit dem geschehen viel mehr Wunder in unserem Leben als zuvor.
„Wer von sich selbst aus redet, der sucht seine eigene Ehre; wer aber die Ehre dessen sucht, der ihn gesandt hat, der ist wahrhaftig, und keine Ungerechtigkeit ist in ihm.“ (Joh 7,18; Luther)