Stolz - Teil 9 - Hartes Herz

Veröffentlicht auf von Einfache Gemeinde Regensburg

Hartes Herz:

 

Harte Herzen erkennen wir daran, dass sie das Wort unseres Herrn Jesus lesen und meinen: „Das kenne ich doch schon…“ oder sie finden Gebete langweilig, weil sie keine wirkliche Beziehung zu Gott haben. Doch erinnere Dich an Deine Bekehrung. Wie war es, als Dir Deine Schuld vergeben wurde und Du die ganze Welt umarmen wolltest? Ein verhärtetes Herz ist nicht mehr offen für andere, und wenn Du Vergebung verwehrst, könnte es sein, dass genau da Dein Problem liegt. Dies ist auch der Grund, warum viele Menschen die Christenheit so ablehnend finden. Wir dürfen nicht zu „toten“ Theologen mutieren, denen die Lehre wichtiger als die Menschen ist. Ein weiterer Indikator für ein hartes Herz ist ein zügelloses Redebedürfnis. Menschen mit dieser Symptomatik sind gern Alleinunterhalter. Selbst wenn sie erzählen wie großartig Gott durch sie wirken konnte, steht nicht Gott, sondern in Wirklichkeit sie selbst im Mittelpunkt des Geschehens. Lass uns beginnen Interesse für andere zu zeigen und wirklich jeden, der uns „quer“ geht, zu segnen. Lasst uns die Menschen segnen bis die Himmelsschleusen brechen!

 

„Die Liebe darf nicht geheuchelt sein. Verabscheut das Böse, tut mit ganzer Kraft das Gute! Liebt einander von Herzen als Brüder und Schwestern, und ehrt euch gegenseitig in zuvorkommender Weise. Werdet im Eifer nicht nachlässig, sondern lasst euch vom Geist Gottes entflammen. Dient in allem Christus, dem Herrn. Seid fröhlich als Menschen der Hoffnung, bleibt standhaft in aller Bedrängnis, lasst nicht nach im Gebet. Sorgt für alle in der Gemeinde, die Not leiden, und wetteifert in der Gastfreundschaft. Wünscht denen, die euch verfolgen, Gutes. Segnet sie, anstatt sie zu verfluchen. Freut euch mit den Fröhlichen und weint mit den Traurigen. Seid alle miteinander auf Einigkeit bedacht. Strebt nicht hoch hinaus, sondern haltet Gemeinschaft mit den Verachteten. Verlasst euch nicht auf eure eigene Klugheit[1]. Wenn euch jemand Unrecht tut, dann zahlt es niemals mit gleicher Münze heim. Seid darauf bedacht, vor den Augen aller Menschen bestehen zu können. So weit es möglich ist und auf euch ankommt, lebt mit allen in Frieden. Nehmt keine Rache, holt euch nicht selbst euer Recht, meine Lieben, sondern überlasst das Gericht Gott. Er sagt ja in den Heiligen Schriften: »Ich bin der Rächer, ich habe mir das Gericht vorbehalten, ich selbst werde vergelten.«[2] Handelt vielmehr nach dem Wort: »Wenn dein Feind hungrig ist, dann gib ihm zu essen, und wenn er Durst hat, gib ihm zu trinken. Dann wird es ihm bald Leid tun, dein Feind zu sein.«[3] Lass dich nicht vom Bösen besiegen, sondern überwinde es durch das Gute!“ (Röm 12,9-21; GNB)



[1] Das kann auch »sächlich« auf niedrige Dienste bezogen werden.

[2] Vgl. 5.Mo 32,35

[3] Vgl. Spr 25,22

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